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Merke, dass der Friede nährt. Merke dass der Krieg verzehrt, und ob man auch lange siegt, man am Ende doch nichts kriegt.

Paul Fleming
Hartenstein/Erzgebirge

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Frieden - Information

Ein schöner Tag zum Sterben


Heike Groos war als Oberstabsärztin der Bundeswehr viele Monate in Afghanistan, erstmals 2002. Beim ersten Einsatz kam sich die heute 49-jährige Mutter zweier Kinder vor wie in einem Pfadfinderlager: »viel Sonne, schöne Landschaften, nette Kameraden, freundliche Einheimische«. Mittlerweile nennt sie die deutsche Militärpräsenz am Hindukusch »wahnsinnig«.

Vor zwei Jahren verließ sie traumatisiert die Armee. Sie wollte nicht mehr mitmachen, nicht mehr zusehen, »wie junge Männer sinnlos sterben«. In dem »modernen Krieg« seien die Ärzte überflüssig. »Soldaten werden in die Luft gesprengt und sind sofort tot. Wir können sie nicht mehr zusammenflicken«, so Groos. Diese Hilflosigkeit sei einer der Gründe, warum so viele Ärzte die Bundeswehr verließen. Der Ärztemangel wiederum führe dazu, dass viele Mediziner gegen ihren Willen nach Afghanistan geschickt werden.
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Rüdiger Göbel
Quelle: jungeWelt



Buch: »Ein schöner Tag zum Sterben – Als Bundeswehrärztin in Afghanistan«, Krüger Verlag (Frankfurt), 18,95 Euro, ISBN 978310508775

Auch WDR5 berichtete in Neugier genügt | Redezeit über Heike Groos – Als Bundeswehrärztin in Afghanistan. (Autor: Daniel Blum, Redaktion: Gesa Rünker)

WDR5-Sendung nachhören:
Heike Groos – Als Bundeswehrärztin in Afghanistan (Sendung vom 08.09.2009)
Name des Studiogastes: Heike Groos, Bundeswehrärztin
Moderator: Achim Schmitz-Forte © WDR 2009


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